dBASE Programmierung

Wie bitte, dBASE unter Windows?! Sowas gibt es noch? Geht das heute überhaupt noch? Ja! Seit den 90er Jahren gibt es Windows-Versionen von dBASE. Sie hiessen Visual dBASE, dBASE for Windows und dBASE 2000. Daraus entstanden dBASE Personal und dBASE Plus.

Natürlich wurde dBASE seit damals laufend weiterentwickelt. Die aktuellen Versionen sind objekt-orientiert, bieten diverse Assistenten und Helferlein und erlauben den Zugriff auf die Windows-API. Trotzdem können Sie wie vor 25 Jahren mit DO, USE, REPLACE etc. arbeiten und haben ein Befehlsfenster, in dem Befehle eingegeben und sofort ausgeführt werden.

Was tun mit Daten und Quellcodes alter DOS-Versionen
Alte dBASE/DOS-Quellcodes müssen im Regelfall angepasst werden. Wie stark hängt vom jeweiligen Einzelfall ab, dies lässt sich aufgrund der Komplexität und der Vielfalt früherer DOS-Programmiertechniken nicht pauschal beantworten. Vorallem im Bereich der Ein- und Ausgaben (also der Anwender-Schnittstelle) ist mit Änderungsbedarf zu rechnen, während Datenbankbefehle (USE, SELECT, LOCATE, REPLACE etc.) und Programmabläufe (IF, FOR, DO, WHILE etc.) häufig ohne oder mit geringen Änderungen übernommen werden können.

Einige alte Befehle, z. B. SAY, GET und ACCEPT funktionieren unter Windows aber nicht mehr. Weil sich Aufbau und Programmierung von Ein- und Ausgaben unter Windows sehr stark von früheren DOS-Methoden unterscheiden werden dazu jetzt Formulare und Dialoge verwendet. Alle Windows-Versionen von dBASE enthalten dafür Designer und Assistenten, die den dafür nötigen Quellcode erstellen. Bei Bedarf können Sie diesen Quellcode danach manuell ändern.

Datenbestände in .DBF-Dateien, aber auch Indizes und Memos können so verwaltet werden, dass sowohl mit dBASE/DOS als auch mit dBASE/Windows darauf zugegriffen werden kann. Besonders während der Übergangsphase ist diese Kompatibilität der Daten sehr hilfreich. Sogar das leidige Problem mit den Umlauten bekommt man über Sprachtreiber in den Griff.

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